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Kriegsgräberstätte Böddeken PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Peter Haefele   

 

Der Name rührt vom freiweltlichen adeligen Damenstift Büdiken her, das im Jahre 837 n.Chr. von Meinolph, dem Sohn eines sächsischen Edelings, gegründet worden war und dessen Mutter Wichtrud die erste Äbtissin des Stifts wurde. Die Meinolfuskapelle unweit des Stiftes erinnert an den Gründer und ist heute Erbbegräbnis der Familie von Mallinckrodt.

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurde auch Büren Kampfgebiet. Gefallene Soldaten wurden zunächst auf den kleinen Dorffriedhöfen beigesetzt, viele hatten ihr Grab aber noch auf Äckern und an Wegrändern. 1950 erwarb der damalige Kreis Büren von Baron Heinrich von Mallinckrodt ein Wiesengelände im Tal bei Böddeken. Das Gelände wurde dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Landesverband Nordrhein-Westfalen, für den Bau eines Soldatenfriedhofes zur Verfügung gestellt. Aus Feldgräbern und von Gemeindefriedhöfen wurden die Gefallenen nach Böddeken  überführt. Am 23. August 1953 wurde der Ehrenfriedhof eingeweiht und in die Obhut des Kreises Büren gegeben. 7000 Menschen sollen bei der Einweihung im Tal des Friedens, wie der Ort nun im Volksmund hieß, dabei gewesen sein. 298 Kriegstote hatten zu der Zeit dort ihre letzte Ruhe gefunden.

Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre wurden weitere Kriegstote durch den Volksbund aus den umliegenden Orten nach Böddeken überführt, u.a. aus Ahden, Bonenburg, Borgentreich, Bühne (Elisenhof), Büren, Burgholz, Dringenberg, Eissen, Gehrden, Großeneder, Hohenwepel, Ikenhausen, Natingen, Nörde, Ossendorf, Peckelsheim, Scherfede, Schweckhausen (Schloßpark), Warburg (Burgfriedhof), Willebadessen (4 Soldaten, die in einem Panzer verbrannt waren) und Wormeln. Viele bislang unbekannte Tote konnte der Volksbund im Rahmen der Exhumierungen und Überführungen noch identifizieren. Heute ruhen 472 Gefallene in Böddeken, darunter 3 Niederländer, die in Verbänden der Wehrmacht gekämpft hatten, und 13 Gefallene aus dem Ersten Weltkrieg.

Im Oktober 1978 wurde im Eingangsbereich des Soldatenfriedhofes eine zusätzliche Gedenkstätte geschaffen und am 8. November eingeweiht. In der Öffentlichkeit rief sie herbe Kritik hervor, da kein eigentlicher Bezug zum Soldatenfriedhof gesehen wurde. Es handelt sich um das sogenannte Wewelsburg-Mahnmal des Paderborner Bildhauers Josef Rikus. Er schuf fünf Steine aus Anröchter Dolomit mit Reminiszenzen an Krieg und Gewalt. Der Erste Stein trägt die Aufschrift Zum Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, die anderen Steine sollen mit ihren eingemeißelten Darstellungen erinnern an:  Reichskristallnacht,  Flucht und Vertreibung,  Bombenkrieg und Konzentrationslager.

 

Am Rande des Gemeindegebietes gab es im Krieg ein Konzentrationslager in Niederhagen; heute befindet sich dort eine Wohnsiedlung. 1995 schufen Auszubildende der Deutschen Gerätebau in Salzkotten, Kreis Paderborn, für den Soldatenfriedhof eine Flammenschale, die anlässlich der alljährlichen Volkstrauertagsfeier auf dem Friedhof entzündet wird.

Seit 1975 liegt der Ehrenfriedhof Böddeken in der Obhut des Kreises Paderborn.

 

Quelle: http://www.volksbund.de

 

Koordinaten:  51° 35' 065" N (nördlicher Breitengrad) 008° 40' 250" O (östlicher Längengrad) Höhe: 245 Meter 

 

 
 Bilder können durch anklicken vergrößert werden 

 

Kriegsgräberstätte Böddeken, Ehrenfriedhof, Soldatenfriethof, Tal des Friedens, Gedenkstätte
 

Die Kriegsgräberstätte Böddeken im „Tal des Friedens“ (Mai 2011)

 
Kriegsgräberstätte Böddeken
Soldatenfriedhof
  
Kriegsgräberstätte im Tal des Friedens
 
  
Kriegsgräberstätte Böddeken
 
  
Ehrenfriedhof Böddeken
Soldatenfriedhof Böddeken
  
Kriegsgräberstätte Böddeken width=
 
  
Kriegsgräberstätte Böddeken
 


 
Ehrenfriedhof Böddeken
 
  
Kriegsgräberstätte Böddeken
 
  
Kriegsgräberstätte Böddeken
Kriegsgräberstätte Böddeken
  
Soldatenfriedhof Böddeken
 
  
Soldatenfriedhof im Tal des Friedens, Gedenkstätte
 
  
Kriegsgräberstätte im Tal des Friedens,
 
  
Gedenkstätte Böddeken
 
  
Kriegsgräberstätte Böddeken
 
  
Kriegsgräberstätte Böddeken
Soldatenfriedhof Böddeken

Eines von 13 hier bestatteten Opfern des I Weltkrieges

 
Kriegsgräberstätte Böddeken
 
  
Kriegsgräberstätte Böddeken
 

Hier ruhen 463 überwiegend in den Letzten Tagen des II Weltkriegs gefallene und getötete Soldaten und Zivilisten.

Auf dem Friedhof befindet sich eine Gedenkstätte für die Opfer der Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus,

Sie erinnert an unsere Ermordeten Jüdischen Mitbürger, an die Toten des Konzentrationslagers Niederhagen /

Wewelsburg, an die Toten des Bombenkrieges, der Flucht und der Vertreibung, an alle Menschen, die dem Terror

zum Opfer fielen. Sie mahnt die Lebenden.

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Wir nennen diesen Ort:

„Tal des Friedens“

Kreis Paderborn

 

 

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